Kreissägen – bei der Holzverarbeitung unverzichtbar

20.09.2017 10:25

Tischkreissäge

In fast jeder Tischlerei, sei es nun im Hobbybereich oder in professionellen Betrieben, wird mindestens eine Kreissäge benötigt. Es gibt viele unterschiedliche Ausführungen dieser nützlichen Elektrowerkzeuge. Daher sind auch diverse Einsatzgebiete möglich. Das Prinzip ist aber bei unterschiedlichen Kreissägen stets das gleiche: Ein Elektromotor treibt ein Sägeblatt an. Das Sägeblatt schneidet Werkstücke aus Holz in Längs- oder Querrichtung. Wofür eine Kreissäge im Einzelnen benutzt wird und welche unterschiedlichen Ausführungen es gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Mobile Sägen sind vielseitig nutzbar

Zu den mobilen Geräten gehören Handkreissägen und Tauchsägen. Diese Werkzeugtypen sind nahezu identisch. Sie werden mit den Händen entlang der zu sägenden Linie geführt. Eine Tauchsäge hat den Vorteil, dass sie nicht unbedingt an einer Werkstückkante angesetzt werden muss. Der Schnitt kann mit diesen Kreissägen mitten im Werkstück beginnen, weil das Sägeblatt einfach eintaucht.

Kappsäge

Für beide Sägen gibt es Anschläge oder auch Führungsschienen. Diese erhöhen die Präzision bei der Arbeit. Die Säge bekommt sowohl durch den Anschlag als auch durch eine Führungsschiene eine exakte Führung. Diese beiden mobilen Sägen eignen sich insbesondere zum Sägen größerer Platten oder anderer großer Werkstücke. Mit ihnen sind zudem Gehrungsschnitte möglich.

Kapp- und Gehrungssägen

Bei den Kapp- und Gehrungssägen wird das Werkstück auf eine massive Arbeitsplatte gelegt. Die eigentliche Säge befindet sich an einem Arm, der sich herunterschwenken lässt. Dadurch erfolgt der Schnitt. Sind diese Sägen zusätzlich mit einer Lasermarkierung ausgestattet, erhöht sich die Präzision im erheblichen Maße. Der Schwenkarm einer Kapp- und Gehrungssäge lässt sich auch nach links oder rechts drehen. Dadurch können exakte Gehrungsschnitte durchgeführt werden. Zudem lässt sich der Schwenkarm auch vertikal schwenken.

Kreissäge

Die Schnittleistung einer Kapp- und Gehrungssäge hängt in erster Linie vom Durchmesser des Sägeblatts ab. Es gibt aber auch Sägen dieser Art, bei dem sich der Schwenkarm nach vorne ziehen lässt. Dadurch können Schnittbreiten von bis zu 350 Millimetern möglich sein.

Tischkreissägen in unterschiedlichen Größen

Zu den stationären Kreissägen gehören die Tischkreissägen. Sie heißen deshalb so, weil sich der Antriebsmotor unterhalb eines Tischs befindet. Das Sägeblatt ist in der Tischplatte verbaut sodass das zu sägende Werkstück durch das Sägeblatt hindurchgeschoben werden kann. Es gibt Tischkreissägen, die sehr kompakt gebaut sind. Diese können problemlos auf einer Werkbank aufgestellt werden. Es gibt aber auch Modelle, die sehr groß und auch stabil sind. Diese haben in der Regel einen festen Platz in der Werkstatt.

Tauchkreissäge

Doch nicht nur in der Bauform gibt es Unterschiede bei den Tischkreissägen. Sie unterscheiden sich auch in der Leistung sowie in der Ausstattung. Kleinere Geräte werden von einem 230-Volt-Motor angetrieben. Sie sind mit Sägeblättern ausgestattet, die einen Durchmesser von bis zu 350 Millimetern aufweisen. Damit lassen sich Werkstücke mit einer Stärke von bis zu 100 Millimetern bearbeiten. Größere Tischkreissägen sind meistens mit einem 400-Volt-Antriebsmotor versehen. Diese kommen in erster Linie in professionellen Tischlereien zum Einsatz. Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen einer Tischkreissäge gehört die Einstellung der Schnitthöhe. Diese sollte sich jeweils nach der Stärke des Werkstücks anpassen lassen. Die besten Schnittergebnisse werden nur dann erzielt, wenn die Schnitthöhe nur wenige Millimeter größer ist als die Stärke vom Werkstück.

Besonders präzise Tischkreissägen

Tischkreissägen gibt es in einfachen Ausführungen. Diese werden mitunter auch als Baukreissägen bezeichnet. Sie kommen auf Baustellen zum Einsatz, um beispielsweise Schalbretter auf Länge zu sägen. Wer jedoch Möbel oder andere besonders präzise Werkstücke herstellen möchte, braucht eine Formatkreissäge. Eine solche Kreissäge ist mit einem Sägetisch auf Rollen ausgestattet. Das Werkstück muss also nicht geschoben werden. Es wird mit dem Rolltisch durch das Sägeblatt geführt. Sind dann auch noch entsprechende Anschläge vorhanden, sind nicht nur präzise Schnitte möglich, sondern es entstehen sehr saubere Schnittflächen. Diese müssen hinterher nicht mehr nachbearbeitet werden.

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