Kompressoren zur Drucklufterzeugung vor Ort

11.10.2018 15:25

Kompressor

Kompressoren nutzen Luft als Energieträger. Sie eignen sich für das befüllen von Reifen und sind für den Einsatz von Druckluftwerkzeugen wie z.B. Sprühpistolen, Bohr- und Schleifmaschinen und Nagler unverzichtbar. Daher sind Kompressoren besonders für den Einsatz auf der Baustelle und im Handwerk geeignet.

In der Autowerkstatt eignet sich ein Kompressor nicht nur zum Befüllen von Reifen, sondern auch beispielsweise zum Betrieb von Schlagschraubern, um festsitzende Radmuttern zu lösen. Maler und Lackierer können Druckluft-Kompressoren und -Werkzeuge ebenfalls nutzen, da feine Farbverläufe mit einer Druckluft-Spritzpistole besonders gut gelingen. Die Druckluft der Kompressoren kann aber auch für Reinigungszwecke eingesetzt werden. So können z.B. Oberflächen per Druckluft entfettet, Werkstücke, Tastaturen und Heizkörperrippen mithilfe einer Ausblaspistole gereinigt oder Sandstrahler zum Lösen von hartnäckigem Belag wie Rost oder Farbe genutzt werden.

Drucklufterzeuger

Kompressoren saugen Umgebungsluft an und verdichten diese. Die Verringerung des Gasvolumens der Luft geschieht durch Zusammendrücken, also mechanische Einwirkung, im inneren des Kessels mithilfe eines beweglichen Kolbens. Die verdichtete Luft aus dem Kessel geben die Kompressoren über einen angeschlossenen Druckluftschlauch wieder ab. Je größer der Kessel ist, desto mehr Druckluft kann er erzeugen.

Druckluft strebt danach, die erfolgte Verdichtung rückgängig zu machen, indem sie sich wieder ausdehnt. Insofern hat sie die zum verdichten aufgewendete Energie gespeichert und ist bereit, diese wieder abzugeben. Sie verbreitet sich zwecks Ausdehnung rasend schnell dorthin, wo Platz ist. Wenn es kein Leck im System gibt, geschieht das aus dem Kessel heraus den Druckluftschlauch entlang. Am Ende des Schlauchs kann sie über eine angeschlossene Druckluftpistole dosiert entweichen oder auf ihrem Weg nach draußen eine kleine Turbine antreiben, die wiederum ein Druckluftwerkzeug in Bewegung setzt. Die angeschlossenen Druckluftwerkzeuge funktionieren also quasi per Windkraft, allerdings wird der dazu benötigte „Wind“ erst im elektrisch oder mit Verbrennungsmotor angetriebenen Kompressor erzeugt. Die Luft dient, wie gesagt, lediglich als Energieträger.

Mini-Kompressor

Druckluftwerkzeuge kommen vor allem dort zum Einsatz, wo der Einsatz von Elektrowerkzeugen aufgrund der Gefahr eines Stromschlags zu gefährlich wäre. Also beispielsweise überall, wo in feuchter Umgebung und/oder mit Wasser gearbeitet wird. Z.B. wenn Schleif- und Schneidprozesse von Steinen eine intensive Wasserkühlung, die gleichzeitig anfallenden Staub bindet, benötigen, sind Druckluftwerkzeuge die sichere Wahl.

Kompressoren sind sehr vielfältig. Es gibt sie in winzigen Abmessungen im Handtaschenformat zum Betrieb am Zigarettenanzünder, aber auch in stattlichen Dimensionen mit bis zu 200 Liter Kesselgröße. Damit auch große Geräte mobil und transportabel bleiben, verfügen sie in der Regel über ein Fahrgestell oder Rollen. Der Luftdruck richtet sich nach dem benötigten Betriebsdruck in Bar. Viele Luftdruckwerkzeuge benötigen einen relativ hohen Druck. Je nach Modell und Anwendungsgebiet sind die meisten Kompressoren zum Betrieb an gängigen 230 Volt Haushaltssteckdosen oder für 400 Volt Starkstromanschlüsse geeignet.

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